#63 Stressfaktor Mensch

Shownotes

🎙️ #63 - Ein schwieriger Kollege kann mehr Stress auslösen als die eigentliche Arbeit. In dieser Folge lernst du 3 mentale Habits, mit denen du bei Kritik, Unterbrechungen und nervigen Menschen gelassener, klarer und souveräner bleibst.

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00:00:01: Jo, jetzt ist mir wieder soweit.

00:00:03: Zehn Minuten für deine mentale Gesundheit.

00:00:05: heute besprechen wir ein Thema das glaube ich jeder von euch kennt und zwar gibt es um den nervigen Kollegen, um den Stressfaktor Mensch also um einen Kollegen der dich mehr auslaugt als ein ganzer stressiger Projekt-Tag.

00:00:22: Es geht ja so um den Menschen der uns nervt nicht um die Deadline, sondern dieser eine Mensch.

00:00:29: Und heute schauen wir uns gemeinsam an, warum das so ist und ich geb dir drei konkrete Habits oder Hacks an die Hand mit denen du gelassener, klarer und hoffentlich auch subaräner reagieren kannst.

00:00:44: Also stell dir vor!

00:00:46: Du sitzt in einem Meeting, d.h.

00:00:47: zu des Jahresabstoß-Meeting.

00:00:49: Ihr wollt die Zahlen nochmal final besprechen bevor ihr dieses eine Jahr abschließen könnt zumindest was die Zahlen angeht.

00:00:57: Jeder hat für dieses Meeting hart geschusste, jeder hat seine Zahlen auf Vordermann gebracht.

00:01:01: Auf Hochglanz poliert und dann sitzt ihr zusammen im Meeting.

00:01:06: Sabine teilt die Präsentation und möchte gerade so loslegen und dann meldet sich Hubert.

00:01:15: Hubert sagt zum Beispiel sowas wie also Sabine ich verstehe ja was du meinst aber das ist falsch.

00:01:22: oder Sabine aus methodischer Sicht ist dass nicht sauber gerechnet Oder mein absoluter persönlicher Favorit in Hubert sich meldet und sagt, ich werde wirklich nicht zu nahe treten.

00:01:34: Aber ich verstehe einfach nicht was du da gerechnet hast.

00:01:38: Und so einen Hubart oder auch Hubsi gibt es im Fast jedem Ziehen!

00:01:44: Vielleicht heißt er bei dir ein bisschen anders, weil das ist kein Hubert.

00:01:47: Er hat ja so eine Hubertine.

00:01:49: aber das Interessante was all diese Huberts auf dieser Welt zusammen haben ist ja solche Momente hängen uns ewig lange nach.

00:01:58: Ja du kannst einen mega Tag gehabt haben wo alles rund die von Chef Anno bekommen hast, wo ein netter Mittagspause hat es mit allen lieblingskollegen wo auch der Kunde sich dreimal bedankt hat für deinen Einsatz, aber dann kommt da dieser Hubsi und versaut ihr deinen Tag.

00:02:15: Er bleibt hängen manchmal Stunden lang!

00:02:17: Es gibt eine Studie die untersucht hat wie lange bleiben bestimmte Gefühle in uns aktiv bzw.

00:02:24: wie lange heilen bestimmten Gefühlen in uns nach?

00:02:27: Und da wurde zum Beispiel geschaut okay wie lange er hält Ekel an und Ekel ist so das eines der kürzesten Gefühles hält nur ein paar Minuten an, dann verpufft es von selbst So was wie Mitgefühl, so eine Stunde aktiv und noch dann verblasst es.

00:02:44: Empörung, die Vorstufe von Ärger hält immerhin sechs Stunden an!

00:02:50: Und wenn ich wirklich jemanden aus tiefsten Herzen verachte und hasse, dann hält dieses Gefühl sechzig Stunden an.

00:02:57: Sechzig Stunden... Das sind, das müssen wir rechnen können vier Tage?

00:03:02: Nee, das ist mehr, das sind ja Vier-Einhalb Tage Vierneinhalb Tage, wo du von Hass zerfressen wirst.

00:03:08: Und jetzt ist es vielleicht so dass du den Hubsi nicht unbedingt hast.

00:03:11: Ja also vielleicht ist das ein bisschen weniger als sechszehnt Stunden aber selbst wenn das nur sechs sieben oder acht stunden sind dieses gefühlt anhält.

00:03:17: Das ist einfach viel zuviel für einen blöden hupsi und die große frage ist natürlich warum passiert das?

00:03:24: Warum bringt uns ein mensch so viel mehr aus der ruhe Als eine simple sache Aufgabe zum beispiel und die antwort liegt in unserem kopf genauer gesagt in unserer bewertung.

00:03:34: Also der selbe kannte Psychologe Richard Lazarus hat schon in den achtziger Jahren gezeigt, Stress entsteht nicht durch das Ereignis an sich.

00:03:44: Stresken steht durch die Art wie wir Eregnisse bewerten und das passiert in der Regel in zwei Schritten zwar super super schnell also meistens auch sehr sehr unbewusst.

00:03:56: Das heißt also Schritt eins ist die primäre Bewertung.

00:03:59: zum Beispiel eben Stellt sich dann hier die Frage, ist das eine Bedrohung für mich?

00:04:04: Bremst mich jemand?

00:04:05: Wird meine Kompetenz in Frage gestellt?

00:04:07: und wenn die Antwort ja ist steigt die Anspanner.

00:04:10: Dann kommt schon Schritt zwei, die sekundäre Bewertung.

00:04:13: Die da lautet zum Beispiel kann ich etwas dagegen tun?

00:04:16: habe ich einen Fluss.

00:04:18: Wenn die Antwort nein ist dann entsteht Stress.

00:04:21: Wenn z.B.

00:04:22: der Hupsi sich da meldet und ständig einwender hat gegen die Präsentation, dann habe ich dann nur sehr bedingt Einfluss.

00:04:28: wenn ich jetzt nicht gerade die Führungskraft von Hupsi bin Und wir können also nicht kontrollieren was Hupsis sagt Was gefühlte Machtlosigkeit ist das dass uns so wahnsinnig krass zusetzt?

00:04:42: Das heißt also wenn man mal den großen Bogen spannen wollen es geht an dieser Stelle um mein Z-Arbeit.

00:04:49: Also, wie reagierst du auf ein bestimmtes Verhalten?

00:04:52: Lässt du dich davon in den Wahnsinn treiben oder bleibst du konentspannt und gelassen.

00:04:58: Und die gute Nachricht ist dieses Mindset kann man trainieren!

00:05:03: Genau dafür habe ich dir heute drei Hacks mitgebracht.

00:05:08: So der erste Hack lautet Bleib Gelassen.

00:05:11: Bleib gelassen statt innerlich hochzufahren.

00:05:15: Bei diesem Hack geht es ganz klassischerweise um eine Art Selbstregulation.

00:05:19: Wie kannst du gelassen bleiben, wenn du merkst das schon dein Blutdruck steigt?

00:05:22: Ja, dass du schon in den Ballon kommst!

00:05:24: Das ist schon so mit dem Huch und Schausten am liebsten diesen Hubart ein überbraten würdest.

00:05:28: Also was man zu tun, um dich so ein bisschen zu entschleunigen, um nicht ein bisschen abzukühlen.

00:05:34: Es gibt drei Dinge die wirklich gut helfen.

00:05:35: Das erste ist eine Art Micro Atem Reset.

00:05:40: also Das klingt total banal, aber was passiert ist unterbricht die physiologische Stressreaktion.

00:05:54: Du kannst einfach nur dein Atem beobachten.

00:05:56: Du kannst zum Beispiel zählen.

00:05:59: Es gibt zum Beispiel dieses Box-Breathing, kennst du vielleicht schon?

00:06:02: Einatmen bis vierzählen, Luft anhalten bis vierzählen, ausatmen das vierzähen, Luft wieder anhalten bis vierzehnen, wieder einatmen und so weiter und sofort.

00:06:11: Kannst aber auch einfach bis vier Zähle um einen Atmen oder bis sieben Zähne beim Ausatmen.

00:06:16: Das geht auch... Oder irgendwas anderes.

00:06:18: Hauptsache!

00:06:19: Du konzentrierst dich erstmal nur auf die Atme.

00:06:22: Dann zweitens Tempo rausnehmen.

00:06:24: Also sprich langsamer als du es gerade möchtest.

00:06:27: Weil das signalisiert deinem Nervensystem, ich habe alles unter Kontrolle und ich bin ruhig auch wenn es vielleicht gerade nicht so ist.

00:06:36: also zwingt dich wirklich super super langsam zu sprechen Das hilft!

00:06:41: Und drittens kümmer dich um ZDF also Zahlen, Daten, Fakten.

00:06:45: Frage dich worum geht's ja eigentlich sachlich?

00:06:49: Weniger Deutung mehr Fakte.

00:06:51: Das verschieht nämlich dann Also da passiert in deinem Gehirn eine Verschiebung vom emotionalen Reaktionsmodus... ...in den analytischen Modus.

00:07:00: Und das ist ja genau das, was wir möchten.

00:07:02: Wir möchten wegkommen von diesem schnellen impulsiven Gefühl!

00:07:05: Wir möchten hinkommen zu einer ruhigen sachlichen Analyse des Ganzen.

00:07:10: Machen wir doch dazu ne kleine kurze Übung.

00:07:13: Erinnere dich mal bitte an eine Situation,... als du mit einer sehr schwierigen Person zu tun hattest und wo du dich beleidene nicht... vielleicht auch äußerlich wer weiß ein bisschen aufgeregt hast.

00:07:25: Jetzt die Frage, kannst du einen Satz formulieren der nur die Fakten beschreibt ohne Motive zu unterstellen?

00:07:35: Denke an diese Personen.

00:07:36: was waren die Fakten?

00:07:38: also die FAKTEN?

00:07:39: war nicht so ein Debter?

00:07:40: denkt nur an sich das ist so ein Egoist dass es ganz ganz viel deutung ja die Faken werden.

00:07:46: zum Beispiel er hat ganz viele in seinem Sinne entschieden und du merkst schon das ist ein Unterschied Ja, von der ersten Variante zur zweiten Variante.

00:07:55: Das heißt allein schon was anders formulieren das neutral formulieren dass sich nur in die Fakten halten verändert ein Stück weit wie sehr ich mich innerlich aufregen muss.

00:08:06: So Hack Nummer zwei übe dich in Toleranz also steigere deine Tolerance ohne das gegenüber klein zu machen.

00:08:15: Dieser Held geht so ein bisschen tiefer und hat tiefer in unsere Gedanken.

00:08:19: Also wenn uns jemand nervt, dann neigen wir ja auch dazu denjenigen abzuwerten.

00:08:23: Boah was für einen Depp!

00:08:24: Der ist aber ganz schön nach o Gott.

00:08:25: So ein Arschloch.

00:08:27: Und so weiter und sofort.

00:08:29: Solche Gedanken fühlen sich zwar kurz ganz gut an weil ich mich über die Person erhebe Aber sie machen uns innerlich Ganz schön viel Stress und Sie erhöhen den Ärger und du rennest dich an vorhin.

00:08:43: Hass dauert sechzig Stunden.

00:08:46: Und in dem Moment, wo dich aufregst über die Person steigt dein Ärger und vielleicht auch dann irgendwo dein Hass.

00:08:54: Toleranz bedeutet hier also dass ich versuche zum einen mich selber zu beruhigen um zum anderen auch diese Situation ein bisschen besser zu akzeptieren.

00:09:05: Toleranz heißt nicht, dass ich einverstanden bin.

00:09:06: Das ist ein ganz wichtiger Unterschied.

00:09:08: Wirklich eine riesengroße Unterschiede.

00:09:10: Also Tolerant heißt nicht – Ich bin einverstanden!

00:09:12: Es heißt nicht das ich es wertschätze.

00:09:14: Tolerance bedeutet einer neutrale Perspektive einnehmen.

00:09:19: Der Trick ist, dass du dir eine sogenannte funktionale Erklärung suchst.

00:09:23: Statt zu sagen Boah der Hupsi ist aber echt ein Riesenschwein.

00:09:27: Denkst Du Dir?

00:09:29: Hubert ist vielleicht besonders gründlich Vielleicht, weil er schlechte Erfahrungen mit Fehlern gemacht hat.

00:09:35: Und ihr wisst nicht ob das stimmt?

00:09:36: Ja vielleicht schon vielleicht nicht Aber es vergrößert dein innerer Spielraum.

00:09:40: ja und darum geht Das reicht vollkommen.

00:09:43: Die Erklärung muss nicht hundert Prozent korrekt sein die Erklärungs nur irgendwie Sinn machen.

00:09:48: So Letzter Hack lautet Zuverrähen bleiben.

00:09:52: Also bleib zu Verrägen stelle ich zurechtfertigen und dich zu verteidigen.

00:09:56: Diese dritte Hack ist der, der nach außen hinsichtbar wird.

00:09:59: Die ersten beiden Hacks waren eher dass du dich selbst dadurch ein Stück weit reguliert hast.

00:10:03: Der Dritte Hack wird nach außenen sichtbar und zwar in deiner Sprache und in deinem Verheilsten.

00:10:08: also wenn Kuba dich zum Beispiel unterbricht, dich hart strategiert oder dich in die Rechtfertigungsfalle treibt, wie reagierst Du dann?

00:10:17: Und die häufigste Reaktion ist wir verteidigen uns, wir erklären, wir rechtfertigen.

00:10:23: Dabei werden wir das tun, verlieren wir oft an Boden.

00:10:27: Weil es oft nicht souverän ist was wir dann machen.

00:10:30: Ja also Souveränität schaut eigentlich etwas anders aus und ich habe hier ein paar konkrete Formulierungen die du dir zu eigen machen kannst.

00:10:38: Du fährst dir wirklich so wie Vokabeln einfach Lernung einpauten kannst und fährt sogar vor dem Spiegel, dass auch diese Vokabel vom Spiel gelernt sind haben man dort aussprichst bis sie in Fleisch und Blut übergegangen sind.

00:10:52: Zum Beispiel, wenn ich jemanden zerbricht, könntest du sagen im Moment.

00:10:56: Ich möchte kurz diesen Punkt noch abschließen.

00:10:59: Lass mich bitte aussehen.

00:11:00: oder bei ungerechtfertigter Tick sagst du, ich nehme die Rückmeldung auf welches konkret der Verhalten meinst du eigentlich und gibts damit die Frage und das Thema so ein bisschen an den Gegenüber zurück?

00:11:12: Oder wenn du zum Beispiel... Wenn man sich nicht einig ist, aber so in der Präsentation zum Beispiel weiterkommen willst ja und er hat nervt und nervt Dann könntest du sagen, ja.

00:11:26: Ich seh dein Prost!

00:11:28: Trotzdem bleibe ich bei meiner Einschätzung Was wäre für dich ein tragfähiger Vorsteig?

00:11:32: und damit gibst du es wieder zurück Ja?

00:11:34: Und damit musst Du nicht in eine Rechtfertigungsposition geraten Sondern der andere muss sich erklären.

00:11:41: Und diese Sätze schlingen relativ einfach Aber In dem Moment fallen sie uns oft nicht ein.

00:11:50: Deswegen ist üben so wahnsinnig wichtig Damit dieser Satz einfach zack aus dir rauskommt, um dass du groß nachdenken musst.

00:11:58: So das waren die drei Hacks, die ich dir mitgemäute wenn es darum geht mit schwierigen Personen vor allem mit schwieriger Kollegen halbwegs professionell zu gehen und dabei eben nicht in einen Wutausbruch sich hineinzusteigern weil das ja einfach nicht gut hat wie wir gelernt haben sondern dass du dafür dich Strategien und Techniken hast um dich innerlich abzukühlen.

00:12:20: so das war's für heute.

00:12:22: Du hast jetzt drei Hacks gelernt.

00:12:25: Falls du einen Hubsi in deinem Team haben solltest und ich bin ja relativ sicher, du kennst allen vielleicht nicht unbedingt in einem engen inneren Circle aber vielleicht irgendwo etwas weiter außerhalb dann weißt du jetzt was du tun kannst.

00:12:39: überleg dir oder schnapp dir am besten eine von diesen drei Techniken und wenn wir sie mal an probieren sie aus.

00:12:45: Wenn die erste nicht gleich klappt hey völlig okay.

00:12:48: dann probier die zweite Technik Und vielleicht wenn die nicht klappt, dann nimmst du die Trippe.

00:12:52: Also bitte nicht gleich dir Flinte ins Korn schmeißen sondern wirklich am Ball bleiben denn das ist eine der größten Fähigkeiten, die wir im Berufsalltag brauchen und zwar immer und immer wieder.

00:13:04: Wenn wir das nicht beherrschen, klaut das eine Menge Energien.

00:13:07: Dann wird es können... ...dann zieht dieser Hub sie einfach irgendwie an uns vorbei und tangiert uns nicht!

00:13:13: Das ist das was wir eigentlich möchten.

00:13:15: Was wünsche ich dir?

00:13:16: Viel Spaß und viel Erfolg vor allem beim Umsetzen.

00:13:20: Nächstes Mal wieder hören!

00:13:21: Bis dahin, tschau tschaus.

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