#66 Lottogewinner sind nicht glücklicher. Warum eigentlich?
Shownotes
🎙️ #66 - Lottogewinner sind kaum glücklicher als vorher. Unfallopfer kaum unglücklicher. Was sagt uns das? Dass wir beim Thema Glück systematisch falschliegen – und unsere Energie in die falschen Dinge investieren. In dieser Folge erfährst du, was 80 Jahre Harvard-Forschung über Glück herausgefunden haben, warum Geld, Erfolg und Besitz maßlos überschätzt werden – und was wirklich zählt.
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00:00:01: So, herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von zehn Minuten für deine mentale Gesundheit.
00:00:07: Heute sprechen wir über Glück!
00:00:11: Also wirklich dieses tolle Gefühl was jeder von uns mega findet, was wonach jeder von ums strebt und gleichzeitig beschäftigen mit der Frage warum wir systematisch falsch liegen wenn wir daran denken was uns eigentlich wirklich glücklich macht.
00:00:28: und starten möchte ich mit einem kurzen Experiment oder eigentlich ist es eher eine Untersuchung, die vor vielen Jahren stattgefunden hat.
00:00:34: In zweiundundzehnt achtundsiebzig da gab es im amerikanischen Bundesstaat Illinois eine Tipp-Gemeinschaft und die hat im Lotto gewonnen, der hat den Jackpot geknackt.
00:00:45: Und je nachdem wie viel man eingezahlt hatte haben manche Menschen dort hunderttausende von Dollar geworden, manche sogar Millionen gleichzeitig erlitten in diesem Jahr zu dieser Zeit im selben Bundesstaate einige Leute ziemlich schwere Unfälle, wie es halt oft so passiert.
00:01:01: Aber auf die wurden quasi registriert.
00:01:06: Von diesen Unpfandopfern waren viele Querschnitts gelernt.
00:01:09: Das muss man vielleicht noch dazu sagen, weil das doch vorher eine gewisse Rolle spielt und auch zeigt, wie schwer die Unfälle waren.
00:01:16: Und dann wurden ein Jahr später beide Gruppen befragt – also die Lotto-Gewinner und die, die querschnittes gelernt waren.
00:01:24: Da wurden sie gefragt nach ihrem Glücksempfinden Und das Ergebnis war, die Lotto-Gewinner waren eigentlich kaum glücklicher als vor dem Gewinn.
00:01:34: Die Unfernopfer waren auch kaum unglücklicher aus vornem Unfall!
00:01:39: Das ist ein schon bemerkenswertiger, weil man sich denken würde, wenn ich im Lotto gewinne, dann bin ich wahrscheinlich ein Ziel meiner Träume.
00:01:44: Dann kaufe ich mir eine Privatinsel mit einer Privatjacht und einem Privatwiller und lege den ganzen Tag in der Sonne und lasse mir von meinem Butler irgendwelche Cocktails und Kaviarpasten bringen... Naja, aber irgendwer ich trotzdem nicht glücklich hat dadurch.
00:02:01: Und wenn ich questiones gelernt bin dann hätte man ja gedacht, oh dann ist das wahrscheinlich die Hölle auf Erden?
00:02:06: Dann bin ich wahrscheinlich so traurig und so depressiv und so fertig mit der Welt dass sich eigentlich nicht völlig unglücklich fühle, aber auch das war nicht der Falle!
00:02:15: Und diese Studie erschüttert im Grunde diese eine Grundannahme, die die meisten von uns mit sich rum tragen nämlich das äußere Umstände entscheiden was uns glücklich macht wie glücklich wir sind.
00:02:26: Und in dieser heutigen Folge möchte ich mir mit dir gemeinsam anschauen, was die Wissenschaft über Glück weiß und warum wir eben auch so falsch liegen.
00:02:35: Womit wir glauben glücklich zu werden?
00:02:37: Es gibt eine Forscherin nämlich Sonja Nukubomirski, die ist Professorin, Psychologie-Professorin an der University of California und hat ein Modell entwickelt das in der Wissenschaft breit diskutiert wird.
00:02:50: Im Ziel gesagt Glück oder Glücksempfinden lässt sich auf drei Faktoren zurückführen.
00:02:55: Erstens, der genetische Set Preu.
00:02:57: Das heißt also unsere DNA bestimmt schon auch ein Stück weit ob wir uns glücklich fühlen oder unglücklich, ob wir eher positiv oder negativ gestimmt sind.
00:03:08: das ist zu fünfzig Prozent sagt zumindest Sonja Lyubomirski in stückweit auch vererbt genetisch bestimmt.
00:03:17: Fünfzig Prozent also ziemlich genau wie Hälfte!
00:03:20: Der zweite Faktor sind die Lebensumstände.
00:03:23: Also was wie Einkommen, Wohnort beziehungsstatus Job also für sich nicht viel Geld oder wenig.
00:03:29: Habe ich eine Familie?
00:03:30: Oder nicht?
00:03:31: habe ich eine Villa oder nur so ne kleine Einzimmerwohnung und so weiter?
00:03:36: überraschend ist lauter Forschung macht dieser Faktor nur ungefähr zehn Prozent aus.
00:03:42: der dritte Faktoren sind die sogenannten intenzionalen Aktivitäten.
00:03:48: Was wir bewusst tun, wie wir bewusst denken und womit wir bewusst unsere Zeit füllen.
00:03:55: Das macht vierzig Prozent aus!
00:03:57: Und das Spannende an dieser Studie oder an diesem Modell ist, dass die Menschen auf die meiste Energie investieren um diese zehn Prozent diesen zweiten Faktor, die Lebensumstände zu verbessern.
00:04:07: Ja ich brauche eine größere Wohnung dann bin nicht glücklich Ich brauch einen besseren Job Dann bin ich glücklich.
00:04:12: Ich brauchen Millionen.
00:04:13: Ich möchte im Lotto gewinnen, dann bin ich endlich glücklich!
00:04:16: Unserweiter, aber stimmt gar nicht.
00:04:19: Oder was heißt stimmt nicht, es macht halt nur zehn Prozent ab.
00:04:22: Aber die Menschen auf der Nachlässigung sind eben diese Vierzigprozenten, die sie wirklich wirklich beeinflussen können.
00:04:27: Also ich denke, was ich tue und womit ich meine Zeit verbringe?
00:04:31: Ich habe vor einiger Zeit mit einem Fußballkumpel von mir gesprochen, der beruflich ganz erfolgreich ist und der darf immer die tollsten neuen Autos fahren.
00:04:40: Der kriegt die von der Arbeit gestellt.
00:04:41: dann fährt er die irgendwie Monat oder zwei Tolles anderes neues Auto, das heißt vor seiner Haustür steht immer das beste Auto überhaupt.
00:04:48: Das ist mega teuer, das fährt super schnell hat tausend Millionen PS und so weiter.
00:04:53: Hatte mir gesagt weißt du Alex?
00:04:55: Das ist am Anfang schon ziemlich cool, so ein Auto zu fahren.
00:04:58: Aber weißt Du, wenn Du eine Weile fährst und dann das nächste Auto kriegst, sondern es ist wieder cool?
00:05:03: aber irgendwie greifen die sich alle so.
00:05:04: und dann stehe ich im Stau und denke mir na super!
00:05:06: Ich fahre hier einen Hundertfünfzigtausend Euro Auto, aber er steht trotzdem im Stauf.
00:05:11: Und was da passiert ist unser Gehirn gewöhnt sich an diesen Luxus, gewöhnte sich an bestimmte Umstände.
00:05:19: In der Psychologie sagt man so hedonische Adaptationen.
00:05:22: das heißt also unser Gehirn passt sich an.
00:05:24: gute Dinge werden zur Normalität schlechte Dinge übrigens auch ja.
00:05:29: also im Grunde genauso wie es bei dieser Lotterie Unfallstudie war die ich dir am Anfang erzählt habe.
00:05:35: und Man sagt auch so ab einem Einkommen, dass die grundlegenden Bedürfnisse von dir erfüllt und ein dir ein stabiles Leben ermöglicht.
00:05:43: Steigt das alltägliche emotionale Wohlbefinden eigentlich kaum noch weiter?
00:05:47: Ja also mehr Geld bedeutet zwar mehr Sicherheit okay mehr Optionen weniger Stress aber nicht automatisch mehr Freude am Leben.
00:05:54: Ich möchte dir doch eine letzte Studie vorstellen.
00:05:57: dann höre ich auch auf damit ja Aber diese eine Studie war wirklich wirklich bahnbrechen und zwar in zweiunddreißig Also schon einige jährchen her.
00:06:05: Haben Sie, haben Wissenschaftler in Harvard untersucht?
00:06:08: Ähm... Also was macht sie uns glücklich.
00:06:11: Die haben so eine längst Spitzstudie gemacht.
00:06:12: Ja die haben über siebenhundert Männer über achtzig Jahre begleitet.
00:06:16: Achtzig Jahre also ein ganzes Leben lang!
00:06:18: Das waren Harvard Studenten teilweise aber es waren teilweise auch Jugendliche aus den ärmsten Vierteln von Boston.
00:06:24: und sie haben diese eine Frage untersucht Was macht Menschen glücklich und gesund im
00:06:28: Alter?!
00:06:30: Und die Antwort war eindeutig und war verblüffend unspektakulär Ja, es ist nicht Reichtum.
00:06:36: Es ist nicht Ruhm.
00:06:37: Das ist nicht berufliche Erfolg!
00:06:39: Der eine Faktor der wirklich glücklich macht und auch im Alter glücklich ungesund macht das sind bedeutungsvolle Beziehungen.
00:06:49: Enge bedeutungspfollige Beziehung also die Qualität der Beziehenden in mittleren Lebensalter Die war der stärkste Predictor für Gesundheit und für Wohlbefinden im späteren Alter.
00:07:00: Robert Wallinger, der aktuelle Leiter der Studie fast ist dann abschließend so zusammen.
00:07:05: Er sagt Einsamkeit ist so gesundheitsschädlich wie Rauchung!
00:07:10: Wenn ich einsam bin, senkt das meine Lebenserwartungen, es macht mich unglücklich und hat ganz viel Einfluss auf meine Lebensstoffe gemacht.
00:07:18: Wenn ich aber gute enge nahe bedeutungsvollen Beziehungen habe, dann hab' ich ganz ganz viel Glück.
00:07:25: Was außerdem ganz ganz wichtig ist und ganz eng auch mit diesem Punkt zusammen hängt des Folgendes Plane, Erlebnisse bewusst und vergiss die ganzen materiellen Dinge.
00:07:36: Also wenn du das nächste Mal das Gefühl hast ich muss jetzt wieder irgendwie Geld ausgeben dann frag dich zuerst ist das was ich da gerade kaufen möchte?
00:07:45: Ist es ein Ding oder ist es ein Erlebnis?
00:07:48: warum?
00:07:49: immer?
00:07:49: vorhin schon gehört erlebnisse schaffen Glück vor allem wenn man erleben sie teilt.
00:07:55: Das Materielle der Gegend ist etwas dass relativ schnell verpufft stichwort hedonische Adaptation.
00:08:00: Also überlegt ihr, möchte ich lieber das Konzert kaufen oder Ticket zu das Konzept?
00:08:06: Vielleicht noch mit einer Übernachtung.
00:08:09: Vielleicht noch so einem Open Air Festival oder irgendwas.
00:08:14: Oder möchte ich dort dessen nur den neuen Kopfhörer kaufen?
00:08:17: und frage dich was macht mich wahrscheinlich glücklicher?
00:08:20: Das Open Air festival mit meinen Kumpels wo ich zwei Tage lang wirklich viel Spaß haben werde auch wenn es regnet und wir im Match versinken Äh, die vielleicht einmal runterfallen und dann kaputt gehen.
00:08:37: Also du merkst schon... Ich hab das jetzt natürlich auch ein bisschen bewusst.
00:08:40: wichtig für eine Seite entstehen aber du merkest schon Erlebnisse?
00:08:45: Ja!
00:08:45: Erlehnisse machen Glück.
00:08:47: Wenn du Glück möchtest schaffe dir erlebnisse und teile sie mit Leuten die dir was bedeuten.
00:08:53: Wenn du dann auf diesem Event bist Dann natürlich ganz wichtig Sei wirklich da sei wirklich present mach dein Handy aus Das gehe ich hier in die Verankert-Erinnerungen deutlich tiefer, wenn wir ganz im Hier und Jetzt sind.
00:09:09: Und das sind dann wirklich genau diese Erlebnisse auf die man jahre später zurückblickt.
00:09:12: Dass man sagt du weißt noch damals?
00:09:14: Auf diesem Konzert!
00:09:15: Da habe ich eine Brille verloren, dieser Match versunken, irgendwer ist draufgestiegen es hat krags gemacht Ich hab nichts mehr gesehen und danach habe ich meine große Liede gefunden.
00:09:23: Wir haben alle so glücklich, wir haben getanzt Es war ein Megabochen in der Boa Wa Des Kungl Und genau das ist das was Glücklich macht.
00:09:33: So, damit kommen wir ja schon zum Ende.
00:09:35: und vielleicht immer kurz zusammengefasst was nehmen wir mit.
00:09:37: Also Glück ist nicht der Zielzustand am ende einer langen Trilunisste sondern die Forschung ist sich da sehr einig.
00:09:44: es steckt das Glück steckt in den Beziehungen die du pflegst.
00:09:48: Beziehung sind das A und O gute nahe beziehungen.
00:09:52: das ist das was uns glücklich macht.
00:09:55: Das Glück stecken aber auch in Erlebnissen die du sammelst im Sinn denen du in dem findest was du tust zb und auch in der Fähigkeit im Jetzt zu sehen, was schon da ist.
00:10:05: Und das ist eine echt gute Nachricht, weil es heißt du kannst deinen Glück selbst in die Hand nehmen!
00:10:11: Das wünsche ich dir sehr.
00:10:12: und hey bis zur nächsten Folge!
00:10:15: Ich wünsch dir viel Glück!
00:10:17: Unser am meisten so einiges Wortes.
00:10:19: und ja freue mich wenn du beim nächsten Mal noch wieder rein zappst wenn es heißt zehn Minuten für deine mentale Gesundheit!
00:10:26: Bis dahin tschau-tschau.
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